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16.06.2011    Studien, Statistiken & Berichte Newsmeldung versenden Drucken

VDAB: Wissenschaftliche Kritik muss ernst genommen werden

Begleitstudie zur Praktikabilität der Pflege-Transparenzvereinbarung ambulant (PTVA) unterstreicht die „immanente Unschärfe“ bei der Qualitätsprüfung ambulanter Pflegeeinrichtungen…

Begleitstudie zur Praktikabilität der Pflege-Transparenzvereinbarung ambulant (PTVA) unterstreicht die „immanente Unschärfe“ bei der Qualitätsprüfung ambulanter Pflegeeinrichtungen – Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB) fordert ein faires und aussagekräftiges Bewertungssystem für die ambulante und stationäre Pflege

Die vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen MDK Rheinland-Pfalz in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Schluss, dass das derzeit angewandte Bewertungssystem zur Qualitätsmessung und Dokumentation in der ambulanten Pflege wissenschaftlich nicht haltbar ist. Eine objektive Benotung von Pflegeeinrichtungen ist durch die Prüfer zudem nicht gewährleistet.

Der Abschlussbericht des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung (dip) und der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar hebt hervor, dass die Notenvergabe im Rahmen der Qualitätsprüfungen in der ambulanten Pflege deutliche Schwächen aufweist: „Die Qualität der Einrichtung spiegelt sich nach Einschätzung der Gutachterinnen und Gutachter [MDK Rheinland-Pfalz] deutlich nicht in den Noten wider. Sie erleben Klienten oft in gutem Pflegezustand, müssten die Einrichtung aber dennoch aufgrund von Dokumentationsmängeln schlecht bewerten.“ Die Ursache sehen die Wissenschaftler in der Methodik der Qualitätsmessung und Bewertung durch den MDK, die eine „immanente Unschärfe“ aufweist.

Die Ergebnisse der Studie untermauern aktuelle Gutachten und Einschätzungen zur Pflegetransparenz und bestärken den VDAB in seiner Haltung, eine Neuausrichtung des Bewertungsverfahrens für den professionellen Pflegebereich zu fordern. „Wenn eine Prüfinstanz wie der MDK Rheinland-Pfalz das eigene Handwerkszeug zur Umsetzung der PTVA kritisiert, wie soll dann die daraus resultierende Notengebung dem Verbraucher eine verlässliche Orientierungshilfe sein“, so der Bundesgeschäftsführer des VDAB Thomas Knieling. Für den VDAB gibt es in der professionellen Pflege keine Alternative zu einem fairen und aussagekräftigen Verfahren der Qualitätsbewertung. „Dies fordern wir seit Monaten und sehen uns durch die Ergebnisse der Begleitstudie in unserem Weg bestätigt, die PTV in seiner jetzigen Form neu auszurichten“, unterstreicht Knieling die Haltung des VDAB. „Nur eine wirklich nachvollziehbare und vergleichbare Qualitätsprüfung kann den Leistungserbringern und Pflegebedürftigen gerecht werden, dies sollten auch die anderen Verbände erkennen “, so Knieling weiter.
Für den VDAB bedeutet ein faires Transparenzverfahren in der professionellen Pflege ein weniger an Bürokratie und Dokumentationslastigkeit. Im Vordergrund muss die tatsächlich geleistete Pflege stehen und bewertet werden.

Quelle: VDAB



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