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26.10.2010    Projekte & Initiativen Newsmeldung versenden Drucken

Innovatives Wohnprojekt von Alt und Jung im Kölner Westen

Die Wohngenossenschaft "GUT in WIDDERSDORF": Eine Alternative für Menschen, die keine typischen Mieter sein wollen und die im Alter eigentumsähnliche Vorteile genießen möchten. Miteinander können Interessierte hier ihre Vorstellungen von Gemeinschaft…

Logo GiW, gut in widdersdorf wohngenossenschaft Köln - Es gibt ein neues Angebot in Prima Colonia: Im großen Neubauquartier in Köln-Widdersdorf entsteht neben der klassischen Eigentumsbildung eine weitere interessante Wohnlösung: die Wohnungsgenossenschaft. Eine Alternative für diejenigen, die aus beruflichen Gründen mobil sein wollen oder die vor der hohen Investition und der langen Bindung beim Immobilienerwerb zurückschrecken. Eine Alternative aber auch für Menschen, die keine typischen Mieter sein wollen und die im Alter eigentumsähnliche Vorteile genießen möchten. Miteinander können Interessierte hier ihre Vorstellungen von Wohnen und Leben in der Gemeinschaft umsetzen. Eine professionelle Begleitung ermöglicht in diesem Fall individuelles und günstiges Bauen, das für Singles, Alleinerziehende, Senioren und Familien gleichermaßen interessant ist.

„Bei der Konzeption war es mir wichtig, eine Form zu finden, bei der die Freiheit des Mieters – er kann jederzeit kündigen beziehungsweise ausziehen – und die Sicherheit des Eigentümers – er kann seinen monatlichen Aufwand für den Bereich Wohnen über Jahre planen und ihm kann nie gekündigt werden – ideal miteinander verknüpft werden“, schildert Josef Hennebrüder, Initiator des Projekts, seine Motivation für das Vorhaben. „Die Kombination des Managements durch die I.D.G. AG bei Entwicklung, Projektsteuerung und Betrieb mit dem Engagement von Laien bietet eine ideale Plattform für die Entwicklung zukunftsweisender Wohnformen.“

Durch die Zahlung von Pflichteinlagen an die Genossenschaft erwerben die Mitglieder Anspruch auf Wohnraum im Projekt und ein lebenslanges, vererbbares Wohnrecht. Die Höhe der Einlage orientiert sich an individuellen Fördermöglichkeiten und der Größe der Wohnung. Ein Anteil von 100 Euro je Quadratmeter Wohnfläche ist als Barkapital oder Guthaben erforderlich, für den Restbetrag können zinsgünstige Fremdmittel eingesetzt werden. Die Gesamteinlage beträgt je nach Fördermöglichkeit 350 bis 450 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Im Gegenzug erhält man das dauerhafte Wohnrecht zu stabilen Kostenmieten bzw. Nutzungsgebühren. Die Höhe dieser Mieten richtet sich nicht nach Renditeerwartungen von Vermietern, sondern wird durch die Gemeinschaft bestimmt. Sie basieren allein auf den Finanzierungs- und Instandhaltungskosten, die bei Abbezahlung der Baudarlehen zudem sinken, was ein zusätzliches Plus für die Alterssicherung bedeutet. Durch ein ambitioniertes Energieversorgungskonzept fallen auch die Mietnebenkosten erstaunlich niedrig aus und tragen zu einer attraktiven Kostenstruktur für die Mitglieder bei.

Gebaut wird eine neue, großzügig gestaltete Vierkant-Gutsanlage, die die Tradition der alten Gutshöfe in Widdersdorf neu interpretiert, mit einem begrünten Innenhof als gemeinsam genutzten Ort zum Treffen. Die Anlage, entworfen von Adrian Hatzfeld vom Architekturbüro Format Architektur Köln, liegt am nordöstlichen Rand des Neubaugebiets in direkter Nachbarschaft zum Haus Rath. Im Innern bieten sich den Genossenschaftsmitgliedern Wohnungen in verschiedenen Größen und Zuschnitten. Geplant sind auf rund 6.000 Quadratmetern 70 bis 75 Wohneinheiten in vier Seitenflügeln und Eckwohnflächen, alle mit privaten Loggien oder Gartenterrassen. Darüber hinaus entstehen Gemeinschaftsräume und kleinere Büroflächen sowie zwei Gästeapartments. „Wir sind bei einem Belegungsstand von circa 40 Prozent der Wohnflächen“, erklärt Josef Hennebrüder. Noch können neue Interessenten ihre Wohnung aus den verfügbaren Beständen wählen und Grundriss sowie Ausstattung mitbestimmen. „Wer von Anfang an dabei ist, hat eindeutig Vorteile.“ Mitgestaltungsmöglichkeiten gibt es auch bei übergreifenden Themen wie der Nutzung des Gemeinschaftshofs, bei baulichen und infrastrukturellen Entscheidungen bezüglich Tiefgarage, Energietechnik und vielem mehr.

Rechtlicher Vorläufer ist der Verein „Miteinander – Gut in Widdersdorf e.V.“. Wer sich für die Teilnahme am Projekt entscheidet, muss hier Mitglied werden. Er zählt derzeit 34 Mitglieder, deren Anzahl in diesen Tagen aber kontinuierlich ansteigt, bewegt sich das Projekt doch mit Riesenschritten auf den baldigen Baubeginn zu. Der Werkstatt-Prozess unter Begleitung eines professionellen Teams aus Architekten, Bau- und Finanzexperten läuft auf Hochtouren. Arbeitsgruppen wurden gebildet.

Weitere Informationen unter:
www.gut-in-widdersdorf.de



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