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06.03.2008    Demographischer Wandel Newsmeldung versenden Drucken

Deloitte: Enorme Herausforderungen für stationäre Altenhilfeeinrichtungen in Deutschland

Deutsche Altenhilfeeinrichtungen stehen zukünftig vor kritischen Aufgaben, da die Zahl der pflegebedürftigen Menschen stetig wächst. Die demografische Entwicklung zwingt die Altenhilfe zum Umdenken…

Düsseldorf/München – Deutsche Altenhilfeeinrichtungen stehen zukünftig vor kritischen Aufgaben, da die Zahl der pflegebedürftigen Menschen stetig wächst. Die demografische Entwicklung zwingt die Altenhilfe zum Umdenken, wie die Studie „Strategische Herausforderungen für stationäre Altenhilfeeinrichtungen in Deutschland“ von Deloitte zeigt – daran nahmen 1.048 Einrichtungen teil. Schlüsselherausforderungen sind: Bevölkerungsentwicklung, Leistungsspezialisierung für Demenzkranke und eine enge Verzahnung mit angrenzenden Sektoren. Als Risiken werden Ausgabebegrenzungen der Pflegekassen sowie der Anstieg der Betriebskosten gesehen: Letztere und die damit verbundenen sinkenden Einnahmen werden laut 35 Prozent der Befragten zu Erweiterungen im Bereich der ambulanten Pflegedienste führen.

„Vor allem in den spezialisierten Leistungsbereichen altersabhängiger Pflegebedürftigkeit ist zukünftig mit Kapazitätsausweitungen zu rechnen. Auch Maßnahmen zur Strategieentwicklung sowie eine Optimierung der internen Prozesse sind vorgesehen“, meint Prof. Dr. Peter Borges, Partner im Bereich Gesundheit bei Deloitte. „Schon jetzt finden dazu regelmäßig Fort- und Weiterbildungsprogramme statt.“

Hauptherausforderung der Einrichtungen ist der steigende Anteil von Personen mit demenziellen Erkrankungen und deren Unterbringung. So sind 47 Prozent der befragten Institutionen auf Menschen mit Demenzerkrankung spezialisiert. Die Verantwortlichen müssen hierfür innovative Wohn- und Betreuungskonzepte erarbeiten.

Die häufigsten Veränderungsmodelle des Leistungsangebots beziehen sich laut der Mehrheit auf den Bereich betreutes Wohnen. 57 Prozent sehen Tages- und Nachtpflege als Chance, auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben. 45 Prozent der Befragten sind bereits dazu übergegangen die vollstationäre Dauerpflege auszuweiten, und 42 Prozent bauen die Kurzzeitpflege weiter aus. Nur Fusionen unterschiedlicher Einrichtungen zur Kostenoptimierung werden abgelehnt.

„Die Studienergebnisse zeigen auf, dass stationäre Altenhilfeeinrichtungen vor allem durch Leistungsspezialisierung, Verbesserung interner Prozesse als auch Stärkung des internen und externen Marketings zukunftsfähig sind. Beispielsweise präsentieren sich die Einrichtungen verstärkt im Internet. Diese Maßnahmen setzen im wachsenden und umkämpften Markt eine kontinuierliche Überprüfung und Anpassung der internen Strategie voraus“, so Prof. Dr. Peter Borges. •



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