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05.09.2007    Altenpflege Newsmeldung versenden Drucken

"BILD"-Zeitung spricht von Pflege-Schande und schürt Ängste alter und pflegebedürftiger Menschen

Einem Bericht der "BILD"-Zeitung zufolge wird der Prüfbericht des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDS) heute offenbaren, dass in Deutschland tausende Schwerkranke unzureichend behandelt und versorgt werden, dursten, hungern und wund liegen…

Einem Bericht der "BILD"-Zeitung zufolge wird der Prüfbericht des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDS) heute offenbaren, dass in Deutschland tausende Schwerkranke unzureichend behandelt und versorgt werden, dursten, hungern und wund liegen….

Dazu Ulrich Kochanek, Hauptgeschäftsführer des bad e.V.: "Der MDS hat uns mit Schreiben vom gestrigen Tag vorab über die zentralen Ergebnisse des 2.Berichts nach § 118 Abs.4 SGB XI informiert. Die "Offenbarungen" der "BILD"-Zeitung können wir nicht nachvollziehen!

Tatsächlich wird in dem Bericht ausdrücklich das Ergebnis verzeichnet, dass

* im Vergleich zum 1.Bericht Verbesserungen in der Qualität der Pflege zu verzeichnen sind….

Ambulante Pflege:

* ….. die Zufriedenheitswerte der Pflegebedürftigen sich nach wie vor auf hohem Niveau bewegen (die Ergebnisse liegen meist über 90%)…

Stationäre Pflege:

* Die Zufriedenheitswerte (…Körperpflege 95,7%...Abstand Mahlzeiten 94,5%) mit jeweils 90% weiterhin auf einem hohen Niveau…"

Ein Telefonat vom heutigen Tag mit den Kollegen vom MDS ergab im Übrigen, dass diese die von der "BILD" zitierten Äußerungen nicht getätigt haben."

Betroffen zeigt sich Andrea Kapp, Stellvertretende Hauptgeschäftsführer des bad e.V.: "Menschenwürdige Pflege ist das zentrale Anliegen der von uns vertretenen ambulanten und stationären Einrichtungen. Solche Berichte ignorieren alle unsere Bemühungen und verunsichern die betroffenen Menschen in unverantwortlicher Weise! Bis 2030 wird die Zahl der Pflegebedürftigen von heute 1,9 Millionen Menschen auf etwa 3,1 Millionen ansteigen.

Tag für Tag kämpfen wir mit unseren Einrichtungen um die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Pflege. Der Druck unter dem unsere Einrichtungen arbeiten müssen ist bekannt! Täglich hören wir von sich selbst ausbeutenden, überforderten Pflegekräften, die sich mit persönlichem Einsatz aufopfern, um unter denen von der Politik und den Kostenträgern vorgegebenen miserablen Bedingungen, die Situation der von ihnen gepflegten Menschen erträglich zu gestalten.

Es kommt ja nicht von ungefähr, dass die Verweildauer im Beruf im Bereich Pflege die niedrigste ist! Es ist mittlerweile Alltag, dass unsere Einrichtungen kostenfreie Beratungsleistungen erbringen, für die Pflegebedürftigen Kontakt zu deren Kranken- und Pflegekassen halten, Broschüren, die der bad e.V. herausgibt wie z.B. "Dekubitusprophylaxe für pflegende Angehörige" verschenken. •



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